Alu – ein neuer Wintertrend?

Die Temperaturen sinken und Deutschlands Autofahrer rennen in die Werkstätten um ihre Winterreifen aufziehen zu lassen. Wer kurz vor dem Neukauf eines Satzes Pneus steht, fragt sich aber, ob er diesen Winter wirklich auf seine Alufelgen verzichten muss. Hartnäckig hat sich der Mythos um deren Unverträglichkeit von Schmutz, Nässe, Streusalz gehalten – jetzt aber versprechen sämtliche Felgenhersteller winterharte Leichtmetalle auf den Markt zu bringen. Hat der Stahl wirklich ausgedient? Hier ein kleiner Einblick in die Felgenwelt von heute und die Vor- und die Nachteile von Alu und Stahl.

Sportwagenfahrer sind sich einig – wenn es um Reifen geht, vertraut man auf das Leichtmetall Aluminium. Das liegt in erster Linie an der Optik. Eine Alufelge hat in Sachen Design nämlich so einiges zu bieten. Neben allerlei Farb- und Beschichtungsmöglichkeiten steht hier insbesondere die Form im Vordergrund. Von sternförmig über in-sich-gedreht bis zur konkaven Felge – hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Und so kann der stilbewusste Sportwagenfahrer, der schon mit seiner Automobilwahl beweist, dass ihm etwas am Äußeren seines treuen Weggefährten liegt, in jeder Saison mit einer neuen Felge auftrumpfen.

Doch es gibt noch einen weiteren Grund, der für die Leichtmetalle spricht – und der ist keinesfalls „oberflächlich“. Ursprünglich dazu gedacht das Gewicht des Fahrzeugs zu reduzieren, sind die Alufelgen ihren Stahlkonkurrenten in Sachen Gewicht nämlich voraus und sorgen dank leichterem Gewicht für ein besseres Fahrverhalten und einen niedrigeren Spritverbrauch.

Im Sommer ist das ja alles schön und gut – wie sieht es nun aber bei Schneematsch und Kälte aus? Felgenliebhaber dürfen sich freuen, es gibt tatsächlich gute Neuigkeiten: Alufelgen haben sich in den letzten Jahren dauerhaft weiterentwickelt – nicht nur hinsichtlich des Designs, sondern auch in Bezug auf ihre Wintertauglichkeit. Neueste Pulverbeschichtungen verstärken das sensible Metall und verschiedenste Lacke versiegeln die Oberfläche – da hat auch das stärkste Streusalz keine Chance.

Klingt als hätte der Stahl seine Berechtigung verloren? Ein klares „Nein“ hört man hier aus der Ecke der Stahlfelgen-Besitzer. Denn auch sie haben ihre Gründe für die Felgenwahl und die haben rein gar nichts mit Design, sondern vielmehr mit dem Sinn für „das was Praktisch ist“ zu tun. Stahl ist robust, der eine oder andere Kratzer tut ihm nicht besonders weh und im Winter muss man sich auch keine Sorgen darum machen, dass der Lack im nächsten Jahr nicht mehr in der Sonne funkelt – Streusalz tut dem Stahl nämlich nichts. Und zu guter Letzt wäre dann noch das Argument schlechthin: der Preis. Denn statt mehrere hunderte bis hin zu tausende Euro für einen Alufelgen hinzulegen, bekommt man die stählernen Konkurrenten schon ab schlappen 50 Euro.

Ob nun also Stahlfelge oder Leichtmetall, das liegt wohl nach wie vor im Auge des Betrachters!154

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Profi-Pflege: Reinigung beim Fachmann

Eine Reinigung in Eigenregie – ist sie auch noch so gut gemeint – tut nicht jeder Felge gut. Zu viel „Geschrubbe“ schadet dem Lack und sind die Beschädigungen erst einmal tiefer als einen Millimeter, ist nicht nur die Felge verletzt, sondern auch das Gesetz. Wer sich unsicher ist, holt sich deshalb am besten Rat beim Fachmann.

Hier habt ihr übrigens die Möglichkeit euren Felgen besonders schonend zu neuem Glanz zu verhelfen – mit einer Ultraschallreinigung. Bei dieser Methode werden die Felgen in ein Wasserbad gelegt und anschließend Ultraschallwellen ausgesetzt. Sie sorgen dafür, dass sich der Schmutz ganz einfach von der Felge löst.

Die Reifen-Doktoren wissen außerdem genauestens Bescheid, was im Falle einer Felgenbeschädigung zu tun ist. Kleinere Kratzer werden hier mit dem WheelDoctor schnell ausgeschliffen und aufpoliert, beziehungsweise falls nötig neu lackiert. Für rund 60 Euro sind eure Felgen dann wieder in bester Verfassung. Das klingt zunächst einmal nach viel Geld, ist aber im Vergleich zum Neukauf ein Schnäppchen.

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