Zeig mir deine Felge und ich sag dir wer du bist

Was den Frauen die Stilettos, sind den Autoliebhabern die Felgen. Am Samstag war ich deshalb auch gleich mal wieder Felgen shoppen, schließlich rückt das nächste Tuningevent am Wörtersee näher und bis dahin soll mein Audi von Kopf bis Fuß glänzen. Der Lack ist bereits poliert, die Scheinwerfer sind ausgetauscht – fehlt also nur noch der richtige Schlappen. Carlos Felgenschmiede war deshalb auch gleich mein erster Anlaufpunkt und schnell wurde klar: Was ursprünglich einmal dazu gedacht war, den Bodenkontakt des eigenen Weggefährten zu verbessern, ist heute zum Lieblingsaccessoire des Mannes aufgestiegen. Felgen werden gepflegt, gehegt und wenn nötig auch umlackiert – das zeigt schon die Produktpalette vom Felgenshampoo bis zur Sprühfolie. Da meine silbernen Ronals aber leider nicht mehr taugen, muss eine Neuanschaffung her – kein Problem bei der derzeitigen Auswahl. Vom Chromfelgen über das goldbeschichtete Leichtmetall bis hin zum 30-Zoll-Ungeheuer ist für jedes Auto ein schmuckes Rund dabei.
Und auch beim Design sind keine Grenzen gesetzt: Es gibt die schnieken „Tuningteile“ von bezahlbar bis diamantbesetzt, als Spinner – hier bleibt der Mittelteil während der Fahrt an Ort und Stelle – bis zur beleuchteten Aluscheibe. Mutige lackieren die Alufelgen selbst. Echte Profis bringen ihre Schmuckstücke hingegen zum Customizer, der dann mit frischem Lackanstrich, Folientechnik oder Plasti-Dip für den individuellen Look sorgt.
Apropos Look: Damit die Alufelge erst richtig glänzt, darf auch das passende Ventil nicht fehlen. Das gibt es nämlich ebenfalls aus dem edlen Leichtmetall. Und einen klaren Vorteil bringen die Metallventile gegenüber ihren deutlich günstigeren Gummi-Konkurrenten sogar mit: Wer auf hohe Geschwindigkeiten aus ist, der kann sich hier sicher sein, dass sein Ventil in Form bleibt und nicht verbiegt. Da hab ich natürlich gleich zugeschlagen.
Und neue Felgen gab es auch: DOTZ Kendo Felgen in schwarz mit silberner Front – 18 Zoll versteht sich. Freu mich schon auf die erste Probefahrt!

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Liebe PS-Junkies

keine Sorge, ich bin einer von euch. Im Allgemeinen doch recht vernunftbegabt, sparsam und zurückhaltend. Geht es aber um mein Auto wird das Bankkonto geplündert, die Suche nach Originalteilen zum Lieblingssport und die Garage zum schönsten Ort auf Erden.
Angefangen hat alles ganz harmlos: Mit Matchboxautos und einem Kettcar, stapelweise Autozeitschriften und ein paar „Schrauberversuchen“ am eigenen Auto – der Traum vom PS-Boliden war geboren.
Damit meine ich aber nicht die neuen Porsche und Ferraris, bei denen die Spaltmaße bis auf den Millimeter genau stimmen, Linien sauber geführt werden und Spurhalteassistenten, Tempomaten und Abstandsradare für eine perfekte Fahrt sorgen. Nein, die Klassiker haben es mir angetan – jene Autos, die noch röhren, stottern und lärmen, die hin und wieder unkontrollierte Geräusche von sich geben – kleine Krawallbrüder eben.
Die neueste Anschaffung in meiner kleinen und bescheidenen Sammlung ist deshalb auch ein Ur-Quattro. „Viel zu teuer“ würden jetzt vermutlich einige sagen, schließlich ist das Gefährt korrosionsanfällig (vor allem an den A-Säulen und am Vorderkotflügel) und die Ersatzteilsituation lässt zu wünschen übrig. Doch der kleine Kantige hat was Uriges an sich und weil ich gerade auf der Suche nach passenden Felgen war, dachte ich: Was wäre die Welt nur ohne einen Felgenblog.

Dada, hier ist er!

Euer Richie

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